Verein

Tätigkeiten und Geschichte

Spielstelle:
Kino Loge
Oberer Graben 6
8400 Winterthur

Tätigkeiten des Filmfoyer Winterthur

«Der Verein Filmfoyer Winterthur hat die Aufgabe, durch Vorführungen, Veranstaltungen, Publikationen usw. das Verständnis und Interesse für den künstlerisch wertvollen Film zu wecken [...].» (aus dem Vertrag mit der Stadt Winterthur, 1997)

Jeden Dienstagabend um 20:30 Uhr (Kassenöffnung um 20:00 Uhr) zeigt das Filmfoyer Winterthur im Kino Loge 3 am Oberen Graben (56 Plätze) 35mm- und 16mm-Filme (in begründeten Ausnahmen auch Videos und DVDs) der älteren und neueren Filmgeschichte sowie aktuelle Filme aus dem gegenwärtigen Filmschaffen, die in den kommerziell programmierten Kinos (in Winterthur) in der Regel nicht zu sehen sind (z.B. Spezialimporte aus dem Ausland, experimentelle Filme, Kurzfilme, Debütfilme von jungen Schweizer RegisseurInnen).

Der Verein wird von einem mindestens dreiköpfigen ehrenamtlichen Vorstand geleitet. Die Programm-Gruppe erarbeitet die Monatsprogramme. Das in Teilzeit besetzte Sekretariat erledigt die nötigen administrativen Arbeiten.

Das Filmfoyer ist interessiert an der inhaltlichen Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstitutionen und Veranstaltern. So wurden in den letzten Jahren Filmreihen in Kooperation mit der Stadtbibliothek Winterthur, mit dem Münzkabinett, mit den Kurzfilmtagen Winterthur und mit dem Gewerbemuseum realisiert.

Geschichte des Vereins

Ende der 60er, anfangs der 70er Jahre finden sich Filmbegeisterte im Jugendhaus an der Steinberggasse zusammen und setzen sich ab 1971 unter dem Namen «Filmfoyer» für den «künstlerisch wertvollen und fortschrittlich engagierten Film» (Statuten, 1972) ein.

Kurze Zeit später (dokumentiert ab 1974) zeigt das Filmfoyer wöchentlich 16mm-Filme im Kellertheater «Goldige Schluuch» an der Marktgasse. In eigener Regie werden Filmbeschreibungen erstellt, redigiert und vervielfältigt und an die Mitglieder und das Publikum verteilt.

«Das Filmfoyer versteht sich nicht nur als Filmklub, sondern auch als offenes Forum. Wir stellen unsere Einrichtungen anderen Organisationen, die Filme zeigen möchten, zur Verfügung. So führten das Afrika-Komitee und die Vereinigung 'Freundschaft mit China' je einen Abend durch; gemeinsam mit dem Kunstverein gestalteten wir das Programm expressionistischer Filme.» (Jahresbericht, 1976)

1977 zieht das Filmfoyer in das «Zentrum am Obertor» um. Zu Beginn der 1980er Jahre kann das Filmfoyer sein Programmangebot massiv erweitern: Mit der neuen Spielstätte im vergleichsweise grossen «Kino Talgarten» (zwischenzeitlich auch «Kino City» am Neumarkt) kann das Filmfoyer nun auch 35mm-Filme vorführen. Umgekehrt geht damit aber auch etwas von der intimen Filmclub-Atmosphäre verloren. 1983 erhält das Filmfoyer erstmals finanzielle Unterstützung seitens der Stadt Winterthur.

1989 schliesslich mietet sich das Filmfoyer Winterthur im neuen «Studiokino Loge» am Oberen Graben ein. Ein Subventionsvertrag mit der Stadt erlaubt es dem Verein, ein Teilzeitsekretariat einzurichten. Der Kreis der aktiven MitarbeiterInnen (Programmgruppe, Kassenbetreuung etc.) wird erweitert, die Organisation (Filmbeschaffung, Öffentlichkeitsarbeit, Administratives) wird professionalisiert.

Diese Entwicklung mündet 1994 in einen neuen Auftritt gegen aussen: das Filmfoyer legt sich ein neues einheitliches Erscheinungsbild zu. Mit der Verbesserung der Rahmenbedingungen, verstärkten Werbe- und Informationsanstrengungen gelingt es dem Filmfoyer in den 1990er Jahren im Kino Loge trotz drastisch verschlechterter Bedingungen im Filmverleih immer wieder, die programmierten Filme vor ausverkauftem Saal zu präsentieren.

Die Anstrengungen in dieser Richtung halten auch unter den neuen Bedingungen (Sparmassnahmen der Stadt Winterthur) an!